Volle Kraft voraus - Wahlprogramm 2018-2023

04.04.2018

Fünf Jahre sind seit der letzten Kommunalwahl vergangen, Jahre, die unsere Heimat Itzehoe vorangebracht haben, weil wir als CDU durch klare Positionen und kluge Entscheidungen innerhalb einer erfolgreichen Großen Koalition der Politik den Stempel aufgedrückt haben. Wir haben Wort gehalten. Wir haben investiert, wir haben modernisiert, wir haben Infrastruktur geschaffen und dennoch finanziell Maß gehalten und sogar Haushaltsüberschüsse erzielt. Und wir packen weiter an für Itzehoe!

 

Wir mobilisieren Itzehoe

Itzehoe – eine Stadt in Bewegung mit wachsender Wirtschaft und modernem Verkehr. Wir machen Itzehoe fit für eine Mobilität, in der öffentlicher und Individualverkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger gleichermaßen Berücksichtigung finden.
Wir wollen im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs den ÖPNV für Pendler günstiger gestalten. Auf dem Weg, Itzehoe in den HVV zu bringen sind wir schon ein großes Stück vorangekommen und wollen dieses Ziel in möglichst kurzer Zeit erreichen. Auch Maßnahmen, den ÖPNV in Richtung Hamburg zu beschleunigen, werden wir unterstützen.
In der Stadt wollen wir die Knotenpunkte des Öffentlichen Nahverkehrs modernisieren. Wir werden den ZOB an den Bahnhof verlegen und planen auch einen direkten Zugang von ZOB und Parkhaus am Bahnhof zu den Gleisen, um die Verkehrsträger Auto, Bus und Zug optimal zu vernetzen. Mittelfristig können wir uns dabei auch einen Zugang zum Bahnhof vom Leuenkamp her vorstellen.
Um den Busverkehr für die Menschen attraktiver zu machen, wollen wir die Buslinien neu ordnen, endlich alle Stadtteile abdecken und attraktivere innerstädtische Verbindungen schaffen. Im Stadtteil Wellenkamp möchten wir mittelfristig einen Bahnhof realisieren, um von dort aus direkte Verbindungen nach Hamburg zu schaffen.
Im Bereich des Individualverkehrs wird unser Schwerpunkt darauf liegen, nach erfolgreicher Realisierung der Südtangente nun auch mit dem Bau der Nordumgehung die Voraussetzung für eine tiefgreifende Entlastung der Stadt vor allem vom Schwerlastverkehr zu schaffen. Hier wollen wir in den nächsten fünf Jahren die Planung entscheidend vorantreiben. In Wohngebieten in der Stadt wollen wir die Tempo-30-Zonen ausweiten und, wo immer möglich, den Schilderwald lichten. Die Einführung von parkscheinlosem Parken mit Bezahlen per App (Smartparking) unterstützen wir.
Gleichzeitig werden wir die Stadt auch für den Fahrradverkehr weiter öffnen und Itzehoe als fahrradfreundliche Stadt etablieren. Wir werden den Masterplan Fahrradverkehr weiter umsetzen und Velorouten ausbauen. Am Bahnhof wollen wir kostenfreie und überdachte Fahrradstellplätze schaffen.
Ebenfalls wollen wir Itzehoe im Bereich der Wirtschaft weiter mobilisieren. Den etablierten und arbeitsplatzstarken Hochtechnologiestandort, zu dem Itzehoe geworden ist, wollen wir weiter stärken. Wir werben für die Ansiedlung eines weiteren Fraunhofer-Instituts für Speichertechnologie in Itzehoe, weil wir glauben, dass Forschung und Anwendung nirgendwo so gut verknüpft werden können wie hier.
Gleichzeitig wollen wir aber auch andere Unternehmen nach Itzehoe ziehen und werden deswegen auch in Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Region Itzehoe weitere Gewerbegebiete ausweisen und diese effektiv vermarkten. Wenn sich Unternehmen on Itzehoe ansiedeln wollen, wird dies nicht an fehlender Gewerbefläche scheitern. Dass zu attraktiven Gewerbegebieten auch eine Versorgung mit schnellem Internet gehört, ist für uns selbstverständlich.
Alles, was wir als Stadt tun können, um die Innenstadt gewerblich weiterzuentwickeln, sie möglichst barrierearm zu gestalten und bestehende Bau- und Vermarktungslücken zu schließen, werden wir in Abstimmung mit Kaufmannschaft und Stadtmanagement tun. Wir sprechen uns für eine behutsame weitere Öffnung der Fußgängerzone aus. Damit sich dort alle, ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder im Auto gleichberechtigt und angstfrei bewegen können, sind wir für eine verstärkte Kontrolle des Verkehrs in diesen Bereichen.
Wichtig ist für uns, dass künftig Projekte schneller umgesetzt und Fördermittel von Land, Bund und EU professioneller eingeworben werden. Deswegen haben wir die Gründung einer städtischen Entwicklungsgesellschaft angeschoben und werden diesen Weg auch in den kommenden Jahren weiterverfolgen.

 

Wir öffnen Itzehoe

Itzehoe – eine offene und barrierefreie Stadt, in der die Menschen gerne leben. Wir schaffen eine attraktive und lebenswerte Stadt, in der man gerne wohnt, die Zuzug ermöglicht und neue Einwohnerinnen und Einwohner anzieht.
Wir wollen dafür sorgen, dass in Itzehoe genügend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, indem wir beispielsweise Bundesprogramme wie „Stadtumbau West“ und andere auch weiterhin wahrnehmen. Den Bau von Wohnungen unterstützen wir, wo und wie wir können, und bauen, wie zuletzt an der Suder Höhe, wenn die Rahmenbedingungen es erfordern oder zulassen, auch selbst. Unser Ziel ist die Schaffung von insgesamt 400 Wohneinheiten, davon 300 Häusern bis zum Jahr 2030.
Deswegen befürworten wir das Wohngebiet Eichtal/Kratt, wir werden aber auch weitere Wohngebiete ausweisen. Da es für uns ein stadtplanerisches Ziel ist, Wasser in die Stadt und die Stadt ans Wasser zu holen, möchten wir im Einklang mit der städtebaulichen Konzeption von „störauf“ hochwertiges Wohnen am Wasser an den Malzmüllerwiesen ermöglichen, um Itzehoe als Wohnort attraktiver denn je werden zu lassen.
Wir wollen das Stadtbild Itzehoes weiter pflegen und verschönern, indem wir nach dem Leitbild der „Stadt im Grünen“ öffentliche Grünflächen und Parks aufwerten und auch unsere öffentlichen Plätze entsprechend gestalten. Dies gilt auch für die städtischen Kreisverkehre, die wir verschönern und optisch aufwerten wollen. Den Grünzug auf Alsen wollen wir als neue Veranstaltungsfläche gestalten. Bürgerinnen und Bürger, die durch ihren Einsatz dazu beitragen, dass das Stadtbild verschönert wird, wollen wir durch einen Preis ehren.
Zur Offenheit gehört für uns auch Bürgerbeteiligung. Deshalb finden wir die Einbeziehung wichtiger gesellschaftlicher Gruppen in die Entscheidungsfindung der Selbstverwaltung, wie sie zum Beispiel durch Jugendparlament und Seniorenrat erfolgt, richtig. Ebenso wichtig ist es, Jugendliche an die Kommunalpolitik heranzuführen. Wir tun dies, indem wir Projekte zur politischen Bildung stärker fördern wollen. Die Transparenz wollen wir dadurch erhöhen, dass wir die Sitzungen der Ratsversammlung künftig aufzeichnen und veröffentlichen.

 

Wir modernisieren Itzehoe

Itzehoe – eine moderne und gut verwaltete Stadt, die für ihre Bürgerinnen und Bürger da ist. Wir schaffen von der Kita an ein optimales Bildungsangebot vor Ort und stellen uns den Herausforderungen der Digitalisierung.
Wir wollen Itzehoe als Bildungsstandort profilieren, und fangen bei den Kleinsten an, indem wir unser Angebot im Kitabereich auch zukünftig bedarfsgerecht ausbauen. Unsere Schulstandorte, die wir alle erhalten wollen, werden wir weiter durch die nötigen Investitionen stärken. Unser besonderes Augenmerk wird dabei auf der Digitalisierung liegen, die wir als eine Kernaufgabe für die kommenden Jahre begreifen und hinsichtlich derer wir unsere Schulen landesweit vorbildlich ausstatten wollen.
Wo wir als Stadt das Regionale Bildungszentrum des Kreises fördern können, werden wir das tun, so wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben. Neue Angebote unserer Verwaltung zur Personalgewinnung durch erweiterte Ausbildung wie beispielsweise ein Duales Studium würden wir begrüßen. Die Ausbaupläne des Klinikums im Bereich der Ausbildung begrüßen wir ausdrücklich. Fernziel bleibt für uns weiterhin die Ansiedlung einer Fachhochschule in der Stadt, um Itzehoe vor allem im Bereich der Hochtechnologie zu stärken.
Auch die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung ist Ziel unserer Arbeit. Wir werden den Internetauftritt der Stadt erneuern und Informationen und Angebote der Verwaltung zeitgemäß präsentieren. Formulare und Anträge sollen künftig den Bürgerinnen und Bürgern auch online zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist, dass all das, was zu Hause bearbeitet werden könnte, dort auch bearbeitet werden kann, um zeitraubende Gänge zum Rathaus weitgehend überflüssig zu machen.
Zur Digitalisierung der Stadt gehört für uns auch, dass im Innenstadtbereich W-Lan für alle angeboten wird. Den Breitbandausbau, der heute ebenfalls Teil der Infrastruktur einer Stadt ist, wollen wir vorantreiben und die Versorgung möglichst der ganzen Stadt mit schnellem Internet sicherstellen.
Auch in weiteren Bereichen werden wir die Infrastruktur der Stadt erhalten und, wo nötig, verbessern. Wir begleiten den Ausbau des Klinikums als Zentrum der medizinischen Versorgung der ganzen Region positiv und stärken damit auch den größten Arbeitgeber der Stadt. Wir bauen eine neue Feuerwache, investieren in Fahrzeuge und Geräte und erhalten damit unsere Freiwillige Feuerwehr in modernem und attraktivem Zustand, damit für die Sicherheit in unserer Stadt gesorgt ist.

 

Wir leben Itzehoe

Itzehoe – eine lebenswerte und zugewandte Stadt, die auch nach außen strahlt. Wir fördern Kultur, Vereine und Verbände und wollen attraktive Angebote schaffen.
Wir wollen den Tourismus in Itzehoe fördern, indem wir unsere bewährten Angebote, wie die Itzehoer Woche mit dem Weinfest, unsere Jahrmärkte und Stadtteilfeste stärken. Wir werden außerdem prüfen, wie Stadt, Stadtmanagement, Kaufmannschaft und weitere Beteiligte gemeinsam wieder einen attraktiven Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen können, um diese Lücke in unserem touristischen Angebot wieder zu schließen.
Kultur ist ein zentraler Baustein dessen, was einen Ort lebenswert macht. Den Bürgerinnen und Bürgern schafft sie geistige Heimat und zieht Besucherinnen und Besucher an. Deswegen werden wir das Theater, die Stadtbibliothek und die Museen erhalten und unterstützen. Auch Denkmäler und Gedenkstätten sind uns als Erinnerungsorte und zur Identifikation mit unserer Stadt wichtig. deswegen werden wir sie erhalten und, wo es nötig ist, etwa am Galgenberg, aufwerten. Auch neue Denkmäler mit Bezug zu unserer Stadt wollen wir schaffen, etwa eine Flutsäule zum Gedenken an vergangene Flutkatastrophen.
Wir wollen aber nicht Stadtkultur als Ganzes, sondern auch die vielfältige und lebendige Stadtteilkultur in den verschiedenen Quartieren unserer Stadt stärken. Die verschiedenen Vereine, Verbände und Gemeinschaften, denen das Wohl ihres Stadtteils am Herzen liegt, wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen.
Unsere Städtepartnerschaften wollen wir erhalten und ausbauen, die Gruppen und Vereine in der Stadt, die dieses Ziel verfolgen, können auf unsere Unterstützung vertrauen. Vor allem liegt uns der Jugendaustausch mit unseren Partnerstädten am Herzen. Ihn wollen wir besonders fördern.
Wir werden unsere Sportvereine weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten fördern. Auch im Bereich der Sportstätten streben wir eine moderne Infrastruktur an. Darüber hinaus werden wir ein Sportstättenkonzept erstellen, um so eine optimale Nutzung unserer Plätze und Hallen zu erreichen und die Sportvereine der Stadt mit ausreichend Trainings- und Wettkampfstätten auszustatten, denn Itzehoe soll auch als Sportstadt mit vielfältigen Angeboten für alle Interessen und Altersgruppen im Focus bleiben.

Um all dies umsetzen zu können, benötigen wir am 06.05.2018 Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Volle Kraft voraus!