Der Bildungsausschuss und der Finanzausschuss der Stadt Itzehoe haben die Weichen für die Zukunft des Itzehoer Stadions gestellt: Das in die Jahre gekommene Tribünengebäude wird durch einen zentralen Neubau ersetzt. Damit hat sich die von der CDU-Fraktion favorisierte Variante 2 durchgesetzt.
Das Stadion am Sandberg ist eine zentrale Sportstätte für den Schul-, Vereins- und Wettkampfsport in Itzehoe. Das bestehende Tribünengebäude entspricht jedoch hinsichtlich Bausubstanz, Funktionalität und Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zur Diskussion standen zwei Varianten:
Variante 1: Erhalt und Sanierung des bestehenden Tribünengebäudes mit einem separaten Neubau für Sanitär- und Umkleideräume
Variante 2: Vollständiger Neubau eines zentralen Tribünen- und Funktionsgebäudes
Die Ausschüsse haben sich für den umfassenderen und zukunftsfähigeren Ansatz entschieden. Der neue zentrale Gebäudekomplex bündelt künftig alle wichtigen Funktionen des Stadionbetriebs unter einem Dach:
- 8 Umkleideräume für jeweils bis zu 20 Personen
- 4 Dusch- und 4 WC-Räume
- 4 separate Umkleideräume mit Dusche und WC, u. a. für Schiedsrichter, Trainer und Lehrkräfte
- Besucher-WC für bis zu 300 Personen
- Lagerräume für Fußball, Leichtathletik und Football
- ein Wettkampfbüro
- ein teilbarer Mehrzweckraum mit angegliederter Küche
- ein Verkaufsraum/Kiosk mit Außenfenster zur Selbstbewirtschaftung
- Personalbereiche, Sozial- und Pausenraum sowie Haustechnik
- eine neue, überdachte Tribüne mit zunächst rund 300 Sitzplätzen – bei vollständiger Nutzung der Fläche sind bis zu 924 Sitzplätze möglich
- Rollstuhlplätze und barrierefreie Erschließung per Personenaufzug
- Spielstandsanzeige, Spielstandsuhr und Sprecherkabine
- WLAN-Ausstattung für Live-Übertragungen und Live-Ticker
Ergänzend werden im Zuge der Maßnahme nicht mehr benötigte Kassenhäuschen und WC-Gebäude zurückgebaut. Im westlichen Bereich entstehen drei Doppelgaragen sowie ein Doppelcarport. Für die Bauzeit ist eine temporäre Containeranlage vorgesehen, die den laufenden Sportbetrieb sicherstellt.
Mit dem Neubau entsteht ein einheitlicher, zeitgemäßer Gebäude- und Ausstattungsstandard. Statt zweier separater Gebäude, die dauerhaft unterhalten und bewirtschaftet werden müssten, erhält das Stadion einen zentralen Komplex, der Sportbetrieb, Wettkampforganisation, Veranstaltungen und Zuschauerbetrieb sinnvoll miteinander verbindet.
Auch bei den Kosten schneidet der Neubau gut ab: Die Kostenschätzung liegt bei 3,9 Millionen Euro – rund 800.000 Euro günstiger als die reine Sanierung des Bestandsgebäudes mit separatem Sanitärneubau (4,7 Millionen Euro).
Die Verwaltung wurde beauftragt, auf Grundlage von Variante 2 die weitere Planung fortzuführen und die Kosten zu konkretisieren. Die CDU Itzehoe begrüßt diese zukunftsweisende Entscheidung für eine moderne und funktionale Sportstätte, die den Anforderungen von Schulen, Vereinen und Veranstaltungen langfristig gerecht wird.

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