Vandalismus an Grundschule Wellenkamp CDU fordert Videoüberwachung

Der CDU Itzehoe reicht es mit dem Vandalismus an der Grundschule Wellenkamp. Sie will eine Videoüberwachung für das Gelände prüfen lassen.

„An der Grundschule Wellenkamp kommt es immer wieder zu Vandalismusschäden“, beklagt Ratsfrau Marie-Luise Eggerstedt von der Itzehoer CDU: „In den vergangenen zwei Jahren mussten deshalb allein im beziehungsweise am Schulgebäude Reparaturen in Höhe von rund 45.000 Euro erfolgen.“ Die weiteren Schäden auf dem Schulgelände seien von der Verwaltung noch zu beziffern.

Es gibt aber nicht nur Schäden. Eggerstedt: „Zudem wurde seitens der Schulleitung und der Mitarbeiter des offenen Ganztags von aggressivem Verhalten ehemaliger Schüler oder anderer Jugendlicher – meist am Nachmittag – berichtet, durch das sich die Schüler, aber auch die Mitarbeiter an der Grundschule Wellenkamp bedroht fühlten.“

Es komme auch immer wieder vor, dass Jugendliche mit ihren E-Rollern den Schulhof befahren. Eggerstedt: „Bislang ist festgelegt, dass die Schulhöfe nach Schulschluss für alle Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen sollen. Doch gerade während des OGT-Betriebs haben die Sicherheit und das Wohlbefinden der Schüler sowie der Mitarbeiter an der Grundschule Wellenkamp Priorität.“ Störungen, Gefährdungen oder gar Bedrohungen müssten daher konsequent unterbunden werden.

Schulleiterin Svenja Fresemann hat deswegen bereits das Gespräch mit der Polizeidienststelle Wellenkamp gesucht. „Die Polizei verweist sie dann des Schulgeländes, fährt weg und die Pappenheimer kommen zurück.“ Ob Sachen kaputt gemacht werden oder Wände mit Graffitis beschmiert werden – die Schulleiterin macht da keinen Unterschied. „Das hat die Kinder beschäftigt. Wir trauen uns nicht, es hier hübsch zu machen. Das wird eh alles zerstört“, sagt sie. Ob Insektenhotels, eine Blumenwiese oder Tische und Bänke für den Schulhof – die Täter nähmen alles ins Visier.

Was genau zu einer Besserung führe, könne sie gar nicht sagen. „Ich wünsche mir eine Absicherung, damit sich die Kinder hier wohlfühlen“, sagt Fresemann. Das Gespräch mit der Polizei habe ergeben, dass es rechtlich bei Kindern unter 14 Jahren keine Handhabe gebe, auch eine Verletzung der Aufsichtspflicht sei kaum nachzuweisen. Helfen Warnschilder, ein Zaun oder doch eher Videoüberwachung? Fresemann ist unschlüssig: „Wenn wir den einen Weg gegangen sind und der nichts bringt, dann müssen wir eben was anderes machen.“

Was hilft gegen Vandalismus in Itzehoe? Schilder, Zäune, Video?

Im Raum steht, Schilder wie zum Beispiel „Betreten für Unbefugte verboten“ oder „Eltern haften für ihre Kinder“ aufstellen zu lassen. Auch von Einzäunung ist die Rede. „Die wiederkehrenden Vorfälle zeigen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Situationsnachhaltigkeit zu verbessern. Es besteht dringender Handlungsbedarf“, argumentiert CDU-Politikerin Eggerstedt. Deshalb soll die Verwaltung beauftragt werden, zu prüfen, mit welchen baulichen Veränderungen eine zeitlich beschränkte, datenschutzkonforme Videoüberwachung des Schulgeländes möglich sei und was das für Kosten verursache. Als Vorbilder dienen der CDU das Sophie-Scholl-Gymnasium in Itzehoe und die Grundschule Krempe.